Thema PCB generell

Gift im Klassenzimmer (planet/e) 20.11.2016 ZDF
"Unterricht an Deutschlands Schulen kann gefährlich sein: Asbest, PCB und Formaldehyd belasten die Luft in den Klassenzimmern. Für über 30 Milliarden Euro müssten die Schulen saniert werden.Lehrer und Kinder zugleich: Viele von   Ihnen setzen sich täglich Giftstoffen aus, ohne es zu wissen. Asbest, PCB, Formaldehyd, Weichmacher und Co. verpesten die Luft in den Klassenzimmern der Nation. Die direkten Folgen: Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Übelkeit und  Atemnot bis hin zu allergischen Reaktionen, Vergiftungen und Immunkrankheiten. Manche Chemikalien stehen sogar im Verdacht, die Zeugungsfähigkeit zu beeinträchtigen oder Krebs zu fördern. Solche Folgen werden erst in vielen Jahren zu spüren sein."

Spiegelbericht aus dem Jahr 1971: Ein früher Bericht des "Spiegel"- 1971 ging es um die Einstellung der PCB-Produktion.

 

Der Fall Envio in der überregionalen Berichterstattung

Chronologien der "taz"

Die taz stellt sämtliche ihr vorliegenden Dokumente chronologisch aufgearbeitet zum Download zur Verfügung:
Verfahrensakte von 08/2004 bis 06/2010 (440 Seiten) > hier.

Genehmigungen 12/1985 bis 05/2010 (484 Seiten) > hier.

IG Metall

Metallzeitung 1/2011 "Wenn Arbeit krank macht" > hier.

Metallzeitung 2014, Silvia Koppelberg über gesundheitliche Folgen des PCB bei einem ehemaligen Mitarbeiter. >hier

 

Der Fall Envio in Dortmund in der lokalen Berichterstattung

23.12.2015 RN Blickpunkt Envio: Gregor Beushausen beschreibt anhand dreier Beispiele wie die Folgen des Giftskandals das Leben ehemaliger Envio Mitarbeiter und ihrer Familien verändert hat.

Der Westen 25.11.2015: Oliver Volmerich zum Start der Envio-Sanierung.

nordstadtblogger 25.11.2015:   nordstadtblogger zum Start der Sanierung.

Der Westen 12.10.2015:  Michael Schnitzler berichtet über den Verkauf des Envio-Geländes an einen Investor.

Nordstadtblogger 10.10.2015: Joachim vom Brocke berichtet von einem Pressetermin der BI.

 Der Westen Suchbegriff "Envio": Auf dem Portal finden sich viele Artikel zum Thema PCB-Skandal bei der Firma Envio.

Der Westen 25.05.2010 "Die Giftfirma": Klaus Brandt berichtet über die Aufdeckung des Skandals und erste rechtliche Schritte gegen das Unternehmen.

Der Westen 12.01.2010 "Gesundheitsgefährdende Gifte am Dortmunder Hafen": Bericht über die damals noch andauernde Suche nach dem Emittend der Gifte.

 

 

Radiosendungen

Envio-PCB-Skandal, Naziaktivitäten in Dortmund auf Radio Brennessel - dem Lokalradio Dortmund auf DO 91,2 am  8.9.2016

Radio 91.2  25.11.2015

Radio 91.2 12.10.2015

Interview der Envio BI auf Radio Brennessel - dem Lokalradio Dortmund auf DO 91,2 bei Envio (18:54) am 5.9.2013

WDR Mediathek Suchbegriff "envio"


 Der Hafen ist nicht das einzige Dioxin- belastete Areal  in Dortmund

Zum Thema Westfalenhütte- ehemaliges Gelände der Sinteranlage Hoesch soll neu genutzt werden

 FOCUS Magazin | Nr. 39 (1993):

 

Schleichendes Gift aus dem Stahlwerk

 

Ein einziges Stahlwerk in Dortmund pustet dreimal so viele Dioxine in die Luft wie alle Müllverbrennungsanlagen (MVA) Deutschlands zusammen. Die Sinteranlage von Hoesch entpuppte sich bei Messungen der nordrhein-westfälischen Landesanstalt für Immissionsschutz als die größte bisher bekannte industrielle Dioxinquelle.

Sämtliche MVAs in Deutschland stoßen jährlich etwa 100 Gramm Toxizitätsäquivalente an Dioxin aus. Die Hoesch-Sinteranlage bringt es allein auf 250 Gramm. Auch andere Stahlwerke produzieren Dioxine – jedes mehr als eine Müllverbrennungsanlage. Selbst die mit Unterstützung des Umweltbundesamts umgebaute Sinteranlage der Bremer Firma Klöckner emittiert etwa zwei- bis dreimal soviel wie die Bremer MVA.
Umweltstaatssekretär Uwe Lahl vermutet noch größere Emissionen in anderen Ländern Europas. Er fordert einheitliche Grenzwerte für alle europäischen Stahlwerke. Bei überstürzten Reaktionen in Deutschland bestehe die Gefahr, daß die „weit größeren Dreckschleudern im Ausland“ unbehelligt bleiben.

 

Anwohner der Hoesch-Sinteranlage sollten Sicherheit über Prüfung von Dioxinimmissionen erhalten. - Ausschussbericht;

 

 Landtag intern, 25. Jahrgang, Ausgabe 22 vom 23.12.1994, S. 14


Während der 40. Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses II "Dioxin" unter der Leitung des stellvertretenden Ausschußvorsitzenden Egbert Reinhard (SPD) stand am 9. Dezember erneut die Rolle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) im Mittelpunkt. Als Zeugen wurden Arbeits-, Sozial- und Gesundheitsminister Franz Müntefering (SPD) sowie der MAGS-Mitarbeiter Dr. Helmut Weber gehört. Beide standen dem Ausschuß zum wiederholten Mal Rede und Antwort.

Minister Müntefering schilderte zunächst die Richtlinien der Landesregierung für die Vergabe von Gutachten. Wenn die Notwendigkeit eines solchen Auftrags "nach außen" festgestellt sei, müsse geprüft werden, ob der Auftrag an eine in Nordrhein-Westfalen ansässige Institution vergeben werden könne und ob eine Ausschreibung erforderlich sei oder eine freihändige Vergabe genüge. Ferner müsse sich der Auftraggeber, das bedeute das Ministerium, die Überwachung des Vorhabens sichern, damit die Ausgangsfragestellung hinreichend beantwortet werde. Im konkreten Fall der Dioxin-Studie sei eine beschränkte Ausschreibung unter drei Bewerbern erfolgt, von denen der preiswerteste den Zuschlag erhalten habe, erklärte Müntefering.

Der Anlaß für die Studie habe darin bestanden, den Anwohnern der Hoesch-Sinteranlage in Dortmund-Scharnhorst die Sicherheit zu vermitteln, daß Dioxinimmissionen bei ihnen geprüft würden. Nach Meinung des zuständigen MAGS-Beamten und Referatleiters für Arbeitsmedizin Dr. Weber habe jedoch bereits im vorhinein aufgrund vorliegender wissenschaftlicher Erkenntnisse festgestanden, daß von der Sinteranlage keine Gefährdung der Bevölkerung ausgehe. Müntefering erklärte, daß Weber den Gutachtern hinsichtlich der ermittelten Ergebnisse keine Vorgaben habe machen können. Jedoch habe Weber Empfehlungen zur Art und Weise der öffentlichen Vermittlung der Ergebnisse geben dürfen. Hierbei entstand nach Worten des Ausschußmitglieds Bärbel Höhn (GRÜNE) der Eindruck in der "subjektiven Wahrnehmung der unteren Behörden", namentlich des Dortmunder Gesundheitsamts, sie wurden durch Dr. Weber vom MAGS "unter Druck gesetzt".

Weber bestritt während seiner Vernehmung mehrfach, jemals Druck ausgeübt zu haben. Hierbei verwies er auf die weitgehende Autarkie der Gesundheitsämter sowie auf seine dienstliche Erklärung, auch auf Gutachter keinen Druck ausgeübt zu haben. Er könne sich auch nicht erklären, weshalb bei mehreren Personen habe überhaupt der Eindruck entstehen können, er habe Pressionen auf sie ausüben wollen. Die Leiterin des Dortmunder Gesundheitsamts habe er lediglich gebeten, sich an die Erkenntnisse ihrer eigenen Fachleute zu halten, insbesondere hinsichtlich der vom Gesundheitsamt bekanntgegebenen Vorsorgemaßnahmen, selbstgezogenes Obst zu schälen und auf den Verzehr bestimmter Gemüsesorten ganz zu verzichten. Laut Weber trügen derartige Empfehlungen nicht zur Beruhigung, sondern vielmehr zur Beunruhigung der Bevölkerung bei.

Darüber hinaus versuchten mehrere Ausschußmitglieder die Frage zu klären, ob die Aussagen des MAGS zur Unbedenklichkeit der Dortmunder Dioxinwerte objektiv und wissenschaftlich fundiert seien oder vielmehr auf der Interpretation durch Dr. Weber beruhten. Es wurde in Frage gestellt, ob das MAGS an größtmöglicher wissenschaftlicher Pluralität interessiert sei, da bei zahlreichen Studien immer wieder dieselben Autoren vorkämen. Weber erklärte diesen Umstand damit, daß erstens wegen der Begünstigung von in NRW ansässigen Instituten und zweitens wegen der geringen Zahl qualifizierter Anbieter die Variationsmöglichkeiten bei der Auftragsvergabe gering seien.  

Logistik auf der Westfalenhütte: Areal der ehemaligen Sinteranlage für Gewerbe- und Industrieflächen Nordstadtblogger 12.10.2015

So stellt sich die Stadtplanung die innere Erschließung der ehemaligen Sinteranlage vor:

 

Die Planungen sehen vor, das Areal als Gewerbe- und Industrieflächen für Logistikunternehmen zu entwickeln. Eigentümer des Bereichs ist die Dortmund Logistik GmbH.

 

Um die Fläche vermarkten zu können, ist es notwendig, den gesamten inneren und äußeren Bereich entsprechend durch den Eigenbetrieb Stadtentwässerung (für den Kanalbau) sowie durch das Tiefbauamt (für den Straßenbau) zu erschließen.

Um eine schnelle Vermarktung und Bebauung des Geländes zu erreichen, wird dem Investor die Durchführung der Baumaßnahme übertragen und die Verwaltung ermächtigt, notwendige städtebauliche Verträge abzuschließen.

Im sogenannten äußeren Bereich soll hierfür die Rüschebrinkstraße nach Westen verlegt und zunächst bis zur Einmündung der neuen Planstraße A ausgebaut werden. Die Kosten der äußeren Erschließung umfassen den Straßen- und Kanalbau und betragen insgesamt rund 1,6 Millionen Euro.

Gesamtvolumen der notwendigen Investitionen belaufen sich auf rund 7,5 Millionen Euro

Die innere Erschließung westlich der zu verlegenden Rüschebrinkstraße (der ehemaligen Sinteranlage) soll über zwei neue Straßen (Planstraße A und Planstraße B) erfolgen. Ausgehend von der Rüschebrinkstraße erfolgt die Erschließung über die Planstraße A und als Abzweig von der Planstraße A in nördlicher Richtung ausgehend mit der Planstraße B.

Die innere Erschließungsmaßnahme umfasst den kompletten Kanalbau, den Bau eines Regenrückhalte- und Regenklärbeckens, den Straßenbau inklusive Verkehrsgrün, Beschilderung und – sofern notwendig – Markierung sowie die Beleuchtung mit einem Gesamtvolumen von rund 7,5 Millionen Euro.